Zeit für einen Ölwechsel

Fett macht fett?


Wer kennt das nicht.

Aber vielleicht macht das richtige Fett ja schlank und fit?


Fette sind ein Hauptbestandteil unserer Ernährung.

Viele Diäten verbannen das Fett wegen vieler Kalorien und vermeintlich hohen Cholesterin- und Blutfettspiegeln.

Aber: Fettsäuren sind lebensnotwendig, so kann unser Körper z.B. die Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren nicht selbst herstellen.

 

Zunächst ein wenig Chemie. Welche Fettsäuren gibt es eigentlich.?

Alle Fette bestehen aus einer Kombination von Kohlenstoff und Wasserstoff.

Sind alle freien Kohlenstoffplätze mit einem Wasserstoffatom besetzt, spricht man von gesättigten Fettsäuren.
Bei einer Doppelbindung zwischen zwei Kohlenstoffatomen handelt es sich um ungesättigte Fettsäuren.
Treten mehrere Doppelbindungen auf, haben wir es mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu tun.

 


Gesättigte Fettsäure

H H H H
| | | |
C C C C
  | | | |
H H H H




Einfach ungesättigte Fettsäure

H
H H H
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C = C C C
| |
H H




Mehrfach ungesättigte Fettsäure

H
H H H
H H H
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C = C C C = C C C
| | |
H H H





Mehrfach ungesättigte Fettsäuren werden in Omega-3-6-9-Fettsäuren unterschieden.

Diese Bezeichnung hängt davon ab, an welcher Stelle sich die erste Doppelbindung befindet.

Omega-3-Fettsäure bedeutet, die erste Doppelbindung befindet sich hinter dem dritten Kohlenstoffatom.

Das hat allerdings zur Folge, dass ungesättigte Fettsäuren sehr reaktionsfreudig sind und Verbindungen mit Sauerstoff eingehen können.
Das heisst, sie werden ranzig.


Was sind gute ungesättigte Pflanzenöle?


Gute Pflanzenöle haben einen hohen Anteil an ungesättigten Omega-3-Fettsäuren.

Laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) sollte unsere Ernährung einen Anteil von höchstens 4:1 von Omega-6-Fettsäuren zu Omega-3-Fettsäuren aufweisen.
Ernährungswissenschaftler sagen sogar 2:1 ist besser.

Der tatsächliche Anteil in unserer heutigen Ernährung liegt bei ca. 20:1.

Ein zu hoher Anteil an Omega-6-Fettsäuren kann zu Entzündungen im Körper führen (z.B. Arthrose).


Öle mit günstigem Verhältnis Omega-3-Fettsäure zu Omega-6-Fettsäure

  • Leinöl  2 : 1
  • Leindotteröl  1 : 1
  • Chiaöl  1 : 1
  • Hanföl  1 : 5
  • Walnussöl  1 : 8
  • Rapsöl  1 : 10



Öle mit ungünstigem Verhältnis Omega-3-Fettsäure zu Omega-6-Fettsäure

  • Distelöl  1 : 154
  • Traubenkernöl  1 : 152
  • Sonnenblumenöl  1 : 120
  • Kürbiskernöl  1 : 106
  • Maiskeimöl  1 : 55


Wichtig ist darauf zu achten, dass diese Öle kaltgepresst sind. Kaltgepresst heißt unter 42°C.

Diese genannten Öle sollten keinesfalls zum Braten verwendet werden, da beim Erhitzen von ungesättigten Fettsäuren gefährliche Transfette entstehen, mit denen unser Körper nichts anfangen kann und die viele biochemische Vorgänge in unserem Körper blockieren.

Bei gehärteten Fetten wie Margarine ist ein sehr hoher Anteil an Transfetten vorhanden, genau wie in pommes frittes, in Backwaren mit Margarine usw. So werden Fette zu Giften und die Aussage, Fett ist gesundheitsschädlich, stimmt.

Wichtig ist auch die richtige Lagerung von Ölen mit ungesättigten Fettsäuren:

  • Dunkle Glasflaschen
  • Kühlregal bzw. Kühlschrank
  • Je höher der Anteil Omega-3 zu Omega-6 ist, desto schneller sollte das angebrochene Öl verbraucht werden
    (Leinöl nach 4 Wochen)


Wahrscheinlich hast du schon das Olivenöl vermisst.

Olivenöl enthält hauptsächlich die einfach ungesättigte Omega-9-Fettsäure.
Da diese nicht so leicht oxidiert wie Omega-3-Fettsäure ist Olivenöl auch länger haltbar, sollte aber trotzdem nicht erhitzt werden.

Der gesundheitliche Vorteil von Olivenöl resultiert aus einer Vielzahl von schützenden Pflanzenstoffen und Phenolen.


Gesunde gesättigte Fette


Dazu gehört in erster Linie das Kokosöl mit seinen mittelkettigen Fettsäuren.

Mittelkettige Fettsäuren bestehen aus Ketten mit 8 bis 12 Kohlenstoffatomen.

Diese können ohne Gallensäure verdaut werden und gelangen direkt über die Blutbahn in die Leber.

Dort werden sie vom Körper direkt zur Energiegewinnung genutzt und weniger in die Fettdepots eingelagert.

Mittelkettige Fettsäuren liefern eine Kalorie weniger pro Gramm als andere Fettsäuren.

Daher hat Kokosöl die Eigenschaft weniger zur Gewichtszunahme beizutragen als andere Fette und hilft sogar beim Abnehmen.

Das Kokosöl wirkt gegen Viren, Bakterien und Pilze und kann zahlreichen Krankheiten vorbeugen.

Wichtig auch beim Kokosöl: gute Qualität und kaltgepresst!

Kokosöl ist sehr gut lagerfähig, hat einen Schmelzpunkt bei 25°C und ist daher meist fest.
Es kann auch zum Braten und Backen verwendet werden, daher hier keine gefährlichen Transfette entstehen.

Mehr dazu im Buch von Bruce Fife „Kokosöl“


Fazit:
Räum deine Küche auf!
Schließe Freundschaft mit den Fetten, aber mit den Richtigen!



Sehr gute kaltgepresste Öle aus biologischen Rohmaterial gibt es in der Hansemühle in Vaihingen/Enz.

Gutscheincode: SL05HM                 5% Rabatt (außer Bücher)

 

 

Quelle:

Reiner Schmid „Ölwechsel für Ihren Körper“

Bruce Five „Kokosöl“

Bruce Fife
Preis: 14,95 EUR



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